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etymologisch aus [lat.] persona, [etruskisch] phersuna — Maske, genauer das Persunhafte, d. h. das den Erdgott (phersu) Kennzeichnende, wozu vor allem die Maske gehört; die Ableitung aus [lat.] personare — durchtönen ist wohl falsch
er Personbegriff ist über die Jahrhunderte recht wechselnd verwendet
worden. In neuerer Zeit versteht man unter Person meist nicht
den Menschen als Angehörigen seiner Art schlechthin, sondern in seiner
spezifischen Eigenart, als den Träger eines in sich einheitlichen bewußten
Ich bzw. Selbst.
Zum Historischen ist anzumerken, daß Person …
- im alten Rom den freien Rechtsbürger auszeichnete
(so bei Cicero, bei dem Person auch die Rolle bedeutete,
die das Individuum spielt, sowie der Träger individueller Eigenschaften
ist)
- das Mittelalter verwandelte den Begriff: personae
sind „Gott Vater — Gott Sohn — Heiliger Geist“
und (weitgehend) der getaufte Christ ist persona als Bürger
im Reich Gottes
- die deutsche Mystik entwickelte zu persona
und personalis den Begriff personalitas als Persönlichkeit
(der Christ ist persönlich, weil Christus in ihm wohnt). Person
und Persönlichkeit sind hier die unsterbliche Seite des Menschen
- über den deutschen Idealismus und die Klassik
(Kant, Goethe u. a.) hat sich dann der heutige Wortgebrauch eingestellt:
Wertschätzung des Einmaligen im Individuum schlechthin.
M. Koch
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