Psychologie

[gr.] psycheLeben, Seele


D
ie alte Definition als Wissenschaft von der Seele oder Seelenkunde ist unzulänglich, da sie als bloße Übersetzung des Wortes zur Aufklärung seiner Bedeutung nichts beiträgt. Psychologie ist die Wissenschaft, welche die bewußten Vorgänge und Zustände sowie deren Ursachen und Wirkungen untersucht (Rohracher).
Die Psychologie ist die Wissenschaft von den subjektiven Lebensvorgängen, die gesetzmäßig mit den objektiven verknüpft sind (Pauli).
  • Die beschreibende (deskriptive) Psychologie widmet sich der Beschreibung und Klassifikation der seelischen Vorgänge nach ihrer phänomenalen Eigenart (auch Reine Psychologie genannt).
  • Eine psychologische Richtung, die im Gegensatz zur experimentellen Psychologie nur die Beschreibung und das Verstehen (verstehende Psychologie), nicht aber die Erklärung beinhaltet. Begründer und Hauptvertretter: Brentano, Dilthey, Jaspers, Spranger
  • Psychologie der Aussage, die Forensische Psychologie. Sie soll Methoden und Mittel zur Aufdeckung der Wahrheit liefern
  • Psychologie des Alterns, die Anstelle der synonym gebrauchten Begriff Gerontologie/Gero(nto)-Psychologie angepaßtere Bezeichnung, da das Altwerden nicht auf die Geronten beschränkt ist. Das Altern beginnt -geläufige Definition-, wenn im Lebensablauf die psychisch-physische Leistungsfähigkeit überschritten wird und die regressiven Veränderungen vorherrschen. Nach Börger (1960) bedeutet das Altern die negative Veränderung der lebenden Substanz als Funktion der Zeit. Lehr 1977, Reimann u. REIMANN 1974, H.-D. Schneider 1974.

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